Wir trauern um Percy Adlon, er gehörte zum Urgestein. Mit seiner Mutter, die die erste Mädchenbetreuerin im Internat war, trat er als 13-Jähriger im Gründungsjahr 1948 in unser Steiner Leben. Schon in zarten Jahren gehörten Gesang und Theater zu seinen großen Leidenschaften, die er ohne viel fremde Anleitung eigenverantwortlich mit seinen Mitschülern zu denkwürdigen Inszenierungen und Aufführungen gemacht hat.
In der Rückschau fällt auf, welch große Freiheit in der sozialen Enge der späten 40er und 50er Jahre geherrscht hat. Nach dem Abitur und klassischer Schauspielausbildung baute er sich beim Bayerischen Rundfunk als Journalist, Sprecher und Moderator eine Karriere auf, bis er in seine eigentliche Selbstbestimmung, nämlich die des Autorenfilmers, fand. Mit dem Film „Out of Rosenheim“ (Bagdad Café) gelang ihm ein kleiner Welterfolg, der es seiner Frau und ihm ermöglichte, ins Hollywoodnahe Pacific Palisades zu ziehen, um den eigenen amerikanischen Traum zu leben, ohne je den Bezug zur bayerischen Heimat aufzugeben.
Lebenslang pflegten er und Eleonore zusammen mit den Kindern Saskia und Felix die Freundschaft zur Familie. Bei vielen wichtigen Ereignissen waren die Adlons in Stein dabei. Die deutsche Filmszene verliert einen wichtigen Mann, wir einen großen Freund.
Sebastian Ziegler & Familie
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