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Gemeinschafts-
wochenende Attersee 2026

Juli | Mia Schmid, 5. Klasse & Christian Matyszok, stellvertretender Internatsleiter

Mit dem Gemeinschaftswochenende am Attersee stand vom 3. bis 5. Juli 2026 das letzte Gemeinschaftswochenende im Schulkalender 2025/26 auf dem Programm. Gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern verbrachten unsere Internatsschülerinnen und -schüler drei abwechslungsreiche Tage am österreichischen Attersee. Ob Baden, Kajakfahren, Tretbootfahren, Funtube oder gemütliche Abende am Lagerfeuer – das Wochenende bot zahlreiche Gelegenheiten, gemeinsam Zeit zu verbringen, Freundschaften zu vertiefen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

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Nicht ohne Grund zählt das Gemeinschaftswochenende seit vielen Jahren zu den beliebtesten Veranstaltungen des Schuljahres – bei den Kindern und Jugendlichen ebenso wie bei den Pädagoginnen und Pädagogen. Für einige besonders motivierte Teilnehmer begann das Abenteuer sogar schon am Freitagvormittag mit einer rund 100 Kilometer langen Radtour von Stein an den Attersee unter der Leitung von Christian Matyszok.

Wie das Wochenende aus Sicht einer Schülerin der 5. Klasse und die Radtour aus Sicht des stellvertretenden Internatsleiters erlebt wurde, schildern die folgenden beiden Berichte.

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Anfang Juli waren wir mit unserer Schule am Attersee. Ich habe mich schon sehr lange auf dieses Wochenende gefreut, weil viele tolle Sachen geplant waren.

Am Freitag fuhren wir mit dem Bus nach Nussdorf. Einige Schüler sind schon früher mit dem Fahrrad aufgebrochen, um zum Attersee zu fahren. Nach der Ankunft durften wir unsere Hütten beziehen und danach gingen wir auch schon gleich zum See und sprangen in das klare Wasser. Das war sehr erfrischend. Später haben wir zusammen Abend gegessen und spielten noch gemeinsam. Am Kiosk konnten wir Eis, Chips und Limonade kaufen.

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Am Samstag, nach dem Frühstück, marschierten wir zum Badeplatz. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die »Großen« waren bei Motorboot und Funtube und die »Kleinen« durften sich Tretboote ausleihen. Dort gab es auch eine Kletterpyramide mit Rutschen und Trampolin im Wasser. Nach dem Mittagessen durften wir Kajak- und Kanufahren ausprobieren. Das hat mir sehr gefallen, aber es war gar nicht so einfach, das Kanu zu steuern. Nach dem Abendessen haben wir ein Lagerfeuer gemacht und Marshmallows gegrillt. Wir lachten viel und hatten einen schönen Abend.

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Am Sonntag gingen wir noch einmal zur Yachtschule und tauschten die Gruppen. So konnte jeder alles ausprobieren. Leider war das Wochenende viel zu schnell vorbei.

Mir hat das Gemeinschaftswochenende sehr gut gefallen. Es hat viel Spaß gemacht und ich werde mich noch lange daran erinnern. Hoffentlich fahren wir im nächsten Schuljahr wieder dorthin.

Mia Schmid, 5. Klasse

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Alle Jahre wieder …

Machen wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg zum Attersee. Dieses Jahr brachen sieben motivierte Schüler und ich auf, um die knappen 100 km zurückzulegen. Wir fuhren mit der typischen Verspätung von 15 Minuten um 10:45 Uhr in Stein los. Schon nach einigen Kilometern wurde klar, dass wir unser Tempo besser aufeinander abstimmen müssen. Von Stein ging es Richtung Waging am See, weiter nach Schönram und schließlich nach Freilassing zum Restaurant zur »goldenen Möve«, wo wir die erste größere Pause machten, um uns zu stärken. Dort angekommen musste ich feststellen, dass wir noch nie so schnell an diesem Zwischenstopp angekommen waren. Frisch gestärkt fuhren wir weiter Richtung Salzburg.

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Auf Schleichwegen umfuhren wir die Stadt, um uns, nachdem wir Salzburg verlassen hatten, dem Anstieg zu widmen. Dieser ist nicht besonders steil, aber es geht auf ca. 30 km Länge kontinuierlich bergauf. Dieser Anstieg sorgt in den meisten Fällen für die ersten unangenehmen Erschöpfungserscheinungen und Frustrationserfahrungen. Doch Philippa, Carlota, Patricia, Jonny, Alexander, Fujun und Aaron kämpften sich gemeinsam den Berg hinauf und unterstützten sich gegenseitig, wenn es mal zäh wurde. Wir legten einen Zwischenhalt an einem Supermarkt ein, aßen Eis, ruhten uns für einen Moment aus und lobten uns für die bisher gefahrenen Kilometer. Im weiteren Verlauf kämpften sich die Schülerinnen und Schüler den restlichen Anstieg hinauf und ich habe jedes Mal wieder großen Respekt vor ihren Leistungen, denn die wenigsten, die mich auf dieser Fahrt begleiten, fahren regelmäßig Rad, ganz zu schweigen von 100 km am Stück.

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Wir fuhren weiter nach Eugendorf und ab dort wurde es leichter. Wir passierten die Drachenwand und den Mondsee. Schließlich erreichten wir Unterach am Attersee. Ich finde, dass die letzten 10 Kilometer zum Camp immer die schwersten sind. Die Straße ist holprig, das Gesäß, Schultern und Arme rebellieren bei jedem kleinsten Feedback der Asphaltdecke, während die Beine einfach nur noch treten. Dieses Jahr wurde es besonders herausfordernd, denn in der Gemeinde Unterach hatte man sich überlegt, die Radfahrer von der Hauptstraße zu verbannen und über den Berg umzuleiten. Diese Umleitung bzw. der neue Radweg sparte uns zwar gut zwei Kilometer, hielt für uns aber noch einmal einiges an Höhenmetern bereit. Es war das erste Mal, dass einige von uns abstiegen und ihre Räder schoben. Das konnte man niemandem übelnehmen und wir übten die notwendige Toleranz, auch wenn unsere Mägen knurrten und wir einfach nur noch ankommen wollten. Schließlich erreichten wir nach ca. 5 h reiner Fahrtzeit unser Ziel.

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Am Sonntag fuhren Frau Koch, unsere Praktikantin Isabel, das P-Seminar, welches in der Woche zuvor eine Alpenüberquerung zum Attersee zurückgelegt hatte, und ich wieder gen Stein. 

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 Das P-Seminar hatte das große Glück, dass sie am Bahnhof waren, während für uns unmittelbar nachdem wir Salzburg verlassen hatten, die Welt unterging. Bei diesem Regenguss, der wie ein Sturzbach auf uns niederging, hatten wir Glück, dass wir Freilassing passierten und uns unterstellen konnten.

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Während des Regens bauten wir unsere Räder um zur Arche und schipperten dann weiter, bei strahlendem Sonnenschein. In Schönram kehrten wir zu einem kleinen Snack ins Bräustüberl ein, keiner trank das »furchtbare Bier« des Mitbewerbers. Dann fuhren wir weiter gen Heimat. Nachdem wir Waging hinter uns gelassen hatten und sogar Traunreut nahezu erreicht hatten, brach ein unglaubliches Gewitter über uns herein, wir schipperten die Arche dann trotz aller Widrigkeiten zurück nach Stein und waren bis auf die Knochen durchweicht. 203 km mit insgesamt 1.600 Höhenmetern in 72 Stunden kann man machen, aber das sollte man seinem Gesäß dennoch gut erklären können. Spaß hat es trotzdem gemacht!

Christian Matyszok, Stellvertretender Internatsleiter

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