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Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Juli 2026 | Lina Baric, Madlen Eberl & Melisa Oguz

Die Klassen 9 bis 12 unternahmen am 01.07.2026 eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Begleitet wurden wir von den Lehrkräften Herr Kollmeier, Herr Glotz, Herr Schertler, Herr Gollasch und Frau Lechner.

Das Konzentrationslager Mauthausen wurde im August 1938, kurz nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, von der SS errichtet. Der nahegelegene Granitsteinbruch war wichtig, da die Häftlinge dort unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten.

Nach unserer Ankunft gingen wir zunächst die sogenannte „Todesstiege“ hinauf. Auf dieser Treppe mussten die Häftlinge schwere Granitblöcke aus dem Steinbruch nach oben zum Konzentrationslager tragen. Viele starben an Erschöpfung, Misshandlungen oder wurden von den SS-Wachen getötet. Schon für uns war der Aufstieg anstrengend. Dadurch konnten wir uns ansatzweise vorstellen, wie unmenschlich die Bedingungen für die Häftlinge gewesen sein müssen.

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Im Verlauf der Jahre wurden unterschiedliche Personengruppen in Mauthausen inhaftiert. Zunächst waren es vor allem politische Gegner des NS-Regimes und sogenannte „Berufsverbrecher“ (Wiederholungsstraftäter). Später wurden unter anderem Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Kriegsgefangene sowie Menschen aus vielen von Deutschland besetzten Ländern nach Mauthausen deportiert.

Während der Führung erfuhren wir viel über die Geschichte des Konzentrationslagers. Besonders eindrucksvoll waren die Baracken, in denen die Häftlinge unter schlimmsten Bedingungen leben mussten, sowie die Gaskammer und die Krematorien. Die Gaskammer wurde ab 1942 für die systematische Ermordung von Häftlingen genutzt. Das alles mit eigenen Augen zu sehen, war deutlich bewegender und erschütternder als Fotos oder Texte im Unterricht.

Zwischen 1938 und 1945 wurden rund 190.000 Menschen aus über 40 Nationen nach Mauthausen und seine Außenlager deportiert. Mindestens 90.000 Menschen wurden dort ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen.

Viele Menschen aus der umliegenden Bevölkerung wussten, dass es das Lager gab und konnten die Häftlinge bei der Arbeit sehen. Einige halfen einzelnen Gefangenen heimlich, viele schwiegen jedoch aus Angst oder passten sich dem NS-Regime an.

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Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen von Soldaten der 11. US-Panzerdivision der US-Armee befreit.

Uns drei haben unterschiedliche Eindrücke in der Gedenkstätte besonders geprägt. Für Melisa war es die „Todesstiege“. Dass Menschen diese schweren Steine unter solchen Bedingungen tragen mussten und viele dabei starben, war für sie kaum vorstellbar.

Lina hat besonders die Gaskammer erschüttert. Dort zu stehen und zu wissen, was an diesem Ort passiert ist, war sehr bedrückend.

Madlen haben vor allem die Baracken beeindruckt. Es war schwer vorstellbar, dass so viele Menschen auf so wenig Fläche leben mussten.

Die Exkursion hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und die Geschichte nicht zu vergessen. Nur wenn wir uns mit solchen Verbrechen auseinandersetzen, können wir dazu beitragen, dass sich so etwas niemals wiederholt.