Juli | Jacqueline Nazet, Lehrerin
Am Dienstag, den 28.07.2026, unternahmen die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse eine spannende Klassenfahrt zu einer Lamawanderung am Waginger See. Schon bei der Ankunft waren alle neugierig auf die freundlichen Tiere und freuten sich auf den besonderen Ausflug.
Zunächst lernten wir den Hof und seine Bewohner kennen. Dort konnten wir viele Lamas beobachten. Die weiblichen und männlichen Tiere werden getrennt gehalten. Besonders groß war die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern über die niedlichen Lamafohlen bei den Weibchen. Die kleinen Tiere waren sehr süß und wurden ausgiebig bestaunt.
Anschließend bekam jede Schülerin und jeder Schüler ein Lama an die Leine. Dann starteten wir zu einer kleinen Wanderung. Die Lamas sollten dabei brav hintereinander laufen. Allerdings hatten die Tiere ihren ganz eigenen Kopf: Manche liefen zügig mit, andere waren deutlich gemütlicher unterwegs. Dadurch kam unsere Lama-Karawane immer wieder zum Stillstand. Einige Lamas nutzten die kurzen Pausen gerne, um heimlich Gras oder Blätter zu stibitzen. Die Schülerinnen und Schüler hatten großen Spaß daran, die Tiere davon abzuhalten und für Ordnung in der Gruppe zu sorgen. Dabei zeigte sich schnell, dass jedes Lama seinen eigenen Charakter hatte. Alle Tiere waren sehr freundlich und liebenswert.
Auch Matilda machte eine besondere Erfahrung. Anfangs hatte sie etwas Angst vor den großen Tieren. Doch schon nach kurzer Zeit gewöhnte sie sich an ihr Lama und gewann immer mehr Vertrauen. Am Ende der Wanderung war ihre Unsicherheit verschwunden und sie hatte viel Freude am Umgang mit den Tieren.
Anton stellte fest, dass sein Lama sehr deutlich über Körpersprache mit ihm kommunizierte. Durch seine Haltung, seine Bewegungen und seine Reaktionen schien das Tier ständig mit ihm „zu sprechen“. So lernte Anton schnell, die Signale seines Lamas besser zu verstehen.
Während der Wanderung erzählte uns der Besitzer viele interessante Informationen über Lamas. So erfuhren wir, dass Lamas Wiederkäuer sind. Sie holen bereits gefressene Nahrung wieder hoch und kauen sie erneut. Deshalb sieht man Lamas oft kauen, auch wenn sie gerade nichts fressen.
Außerdem lernten wir etwas über das Verhalten der Tiere untereinander. Wenn Lamas ihre Rangordnung klären, spucken sie sich gegenseitig an. Dabei würgen sie Mageninhalt hoch und besprühen damit ihr Gegenüber. Das riecht sehr unangenehm. Menschen werden normalerweise nicht angespuckt, da sie nicht zum Rudel der Tiere gehören. In seltenen Fällen kann es jedoch bei einer Fehlprägung vorkommen, dass auch Menschen angespuckt werden, beispielsweise wenn ein Lama zu früh von seiner Mutter getrennt wurde.
Ein besonderes Erlebnis war, dass wir tatsächlich kein einziges spuckendes Lama zu Gesicht bekamen. Nur einmal wurde es kurz spannend: Ein Lama kam einem anderen etwas zu nahe. Als Warnung pustete es seinen Nachbarn an. Der Besitzer erklärte uns, dass dieses Anpusten eine Vorwarnung vor dem Spucken sein kann. Da die Botschaft verstanden wurde, blieb es bei dieser freundlichen Ermahnung und die beiden Tiere vertrugen sich schnell wieder. So konnten wir den ganzen Tag über die Lamas als sehr friedliche Begleiter erleben.
Nach dem Spaziergang besuchten die Kinder noch den Souvenirladen des Hofes. Dort konnten sie kleine Erinnerungsstücke kaufen. Zum Abschluss bekam außerdem jede Schülerin und jeder Schüler einen Keks geschenkt.
Die Lamawanderung war für alle ein tolles Erlebnis. Die Kinder hatten viel Spaß, lernten viel über die Tiere und konnten einen abwechslungsreichen Tag in der Natur verbringen. An diesen Ausflug werden sich die Schülerinnen und Schüler sicher noch lange erinnern.
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