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»Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust« - Faust und kein Ende 

Juni | Cornelia Sens, Deutschlehrerin

Der Besuch einer Faust-Inszenierung ist für die Schüler der gymnasialen Oberstufe in Bayern eigentlich Pflichtprogramm. Wenn man dann gleich mehrmals in den Genuss von Goethes Meisterwerk kommt, ist dies Luxus. Und genau solchen durften die Schüler der 11. und 12. Klasse genießen. Die doch meist sehr modernen Umsetzungen des Fauststoffes geben immer wieder Anlass zu regen Diskussionen und nach der Frage, was der Weimarer Dichter wohl zu diesen Bühnenfassungen gesagt hätte. Man kam jedoch bei dieser 4-Mann-Inszenierung zu dem Schluss, dass diese wohl die gelungenste sei. 

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Das mag sicher auch an der Figur des Mephisto gelegen haben, der von einer Schauspielerin dargestellt wurde, die gleichzeitig in die Rolle des Gretchen schlüpfte – einzige Änderung der Requisite hierbei war der Wechsel der Schuhe. Oder aber an den modernen Effekten wie etwa Laserprojektionenvirtuellen Welten und KI, die das Bühnenbild komplementierten und Fausts Streben nach dem ewigen Leben auf virtueller Ebene versinnbildlichen sollten 

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Faust I und II wurden den Schülern so modern, hochkonzentriert und als eine  Art Reise durch virtuellen Raum und Zeit näher gebracht.

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»Das Wagnis, das Stück in zwei Stunden mit vier Personen aufzuführen, gelingt jedenfalls überraschend gut. So hat Salzburg jetzt wieder einen Faust, dem man anmerkt, dass sich jemand dabei viel Kluges gedacht hat.« (Die Presse) 

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